Die „Richard Schweinsberger Stiftung“ in Gründau
Viele Gründauerinnen und Gründauer kennen wahrscheinlich Richard Schweinsberger noch - den Stiftungsgeber unserer Organisation?!
Sein ehrenamtliches Wirken in seinem Heimatort Rothenbergen und die Unterstützung der dortigen Vereine werden ihn ebenso unvergesslich machen, wie sein Engagement für die Bergkirche in Niedergründau um die Erhaltung der Ratzmann-Orgel.
Im Juli 1939 in Hanau geboren, war er als einziges Kind der Familie Schweinsberger in Rothenbergen groß geworden und hatte nach seiner einschlägigen Berufsausbildung das Kolonialwaren-Geschäft seiner Eltern mitgeführt – später den „Rewe-Markt“ im Zentrum Rothenbergens aufgebaut und geleitet. Im Februar 2021 war Richard Schweinsberger in seinem Wohnhaus in Rothenbergen überraschend verstorben.
Zu Lebzeiten wurde er von der Gemeinde Gründau im Jahre 2002 für sein ehrenamtliches Wirken ausgezeichnet, nachdem er im Sommer 2001 bereits den Ehrenbrief des Landes Hessen dafür erhalten hatte.
Der frühe Tod seiner Ehefrau und das Fehlen eigener Kinder führte dazu, dass sich Richard Schweinsberger im Jahr 2007 entschloss, eine eigene Stiftung zu gründen: „Als Bürger von Rothenbergen, der keine Nachkommen hat, habe ich mich entschlossen, mein Vermögen zu Lebzeiten, aber insbesondere nach meinem Ableben für gemeinnützige Zwecke einzusetzen. Zu diesem Zweck habe ich die Richard Schweinsberger Stiftung gegründet und deren Anerkennung beim RP Darmstadt beantragt“,erläuterte er schriftlich im August 2007.
Im Absatz 2 der Stiftungssatzung wurde dann von ihm unter anderem folgendes bestimmt: Zweck der Stiftung ist die Förderung der Deutschen Kinderkrebshilfe sowie die Förderung gemeinnütziger, kirchlicher, kultureller, sportlicher und wissenschaftlicher Zwecke, insbesondere auf kommunaler Ebene. Insbesondere werden diese kommunalen Zwecke verwirklicht durch die Förderung von kulturellen und sportlichen Projekten, besonders in der Gemeinde Gründau, zum Beispiel durch Förderung der Jugendarbeit, die Förderung von gemeinnützigen und kirchlichen Projekten, besonders in der Gemeinde Gründau, zum Beispiel durch Unterstützung des Fördervereins Bergkirche bei der Erhaltung der historischen Bergkirche.
Schon im Jahre 2007 wurde von Richard Schweinsberger ein beträchtliches Stiftungsvermögen festgelegt. Darüber hinaus konnte die Stiftung als Alleinerbe des verstorbenen Stifters nach dessen Tod seinen kompletten Nachlass dem Stiftungskapital zuführen und dort alles zur Erfüllung des Stiftungszwecks „arbeiten lassen“.